Pisten – Bully – Co – Piloten
Wir fahren solange bis alles passt… 
Wir sind Corina und Verena, die Paten für den Bereich “Alpspitze Aktiv” und dürfen heute als “Pisten Bully Co Piloten” mal auf der Piste “alles platt machen!”
Es ist 17 Uhr und die Lifte stehen. Die letzten Skifahrer fahren ab und die Raupen machen sich an die Arbeit.
Die Piste sieht aus als wäre eine Herde Elefanten darüber gelaufen.
Aber nicht mehr lang…. Denn jetzt kommen Thomas, Hans und Stephan und bügeln alles wieder glatt … und das Beste ist: WIR SIND DABEI !
Die Sonne geht unter, Start frei für die Bullys, denn bis zum Nachtskifahren um 18:00 muss alles wieder glattgebügelt sein.
Es ist schon ein irres Gefühl in diese riesen Raupe einzusteigen. Hoch oben auf dem Co Piloten Sitz haben wir eine grandiose Aussicht und als der Scheinwerfer angeht ist die Piste vor uns hell erleuchtet.
Mühelos bewegt sich der Pisten Bully den ersten steilen Hang nach oben und schiebt noch Berge von Schnee vor sich her. Hinter dem Riesen erstreckt sich in voller Pracht ein weicher Teppich.
Jeden Abend , zwischen 17 Uhr und 18.00Uhr, sowie von 21.00 Uhr bis ca. 2.00 Uhr morgens sind drei Pistenraupen im Einsatz. Die großen Raupen sind für die Abfahrten zuständig , die kleine Raupe sorgt dafür, dass die Fun-Parks wieder „fun-machen“ aber vor allem wieder sicher sind.
Tiefe Mulden oder Gräben würden Nachts festfrieren und am nächsten Tag eine große Gefahr für die Boarder und Freestyler darstellen. Stephan kennt seine Funparks blind und weiß genau wo er etwas Schnee verschieben kann. Bis zu drei Stunden dauert es manchmal bis der junge Raupenfahrer mit seiner Arbeit zufrieden ist.
” Wir fahren solange bis alles passt, es gibt kein zeitliches Limit vom Chef ” , so Stephan.
Thomas auf dem großen Pisten Bully ist seit 11 Jahren dabei und nimmt seinen Job sehr ernst.Der geborene Nesselwanger erzählt, daß man die große, mehr als 300 PS starke Raupe mit dem normalen Autoführerschein fahren kann. Sein 7,5 bis 8 Tonnen schweres Gerät zieht eine Spur von 4,50 Metern Breite und kostet 300000 Euro. Hochkonzenriert steuert er den Joystick, um das Schild seiner Raupe zu führen und die perfekte Piste zu formen. Thomas ist selbst begeisterter Skifahrer und weiß genau wie die Piste in der Früh aussehen soll – glatt, eben und ohne Furchen.
” Wenn man selber Skifahrer ist dann weiß man genau wie die Piste aussehen soll”, so Thomas beim präparieren der Abfahrt.
7 Jahre Erfahrung mit dem präparieren kann Hans aufweißen, ebenfalls ein Fahrer des “großen Pisten Bully”. Hans und Thomas sind ein eingespieltes Team und ergänzen sich perfekt. Über Funkkontakt sind Beide stets miteinander verbunden. Während der Fahrt erzählt Hans auch von schwierigen Situationen in seinem Job.
Mittlerweile ist es nun schon 23 Uhr und trotzdem kommen immer wieder Rodler und Skifahrer, oftmals ohne Licht, die Piste herunter. Dies ist für alle Raupenfahrer eine zusätzliche Belastung.
Am Herzen liegt allen Pisten Bully Piloten vorallem eines: Alle Skifahrer, Tourengeher und Rodler, die nach 21 Uhr noch die präparierte Piste nutzen sollen bitte nur die dafür vorgesehene Abfahrt – parallel zum Kronenlift – verwenden. Es geht hier vorallem um Sicherheit ! Tief gezogene Furchen in den frisch präparierten Pisten frieren über die Nacht fest und stellen am nächsten Tag große Gefahrenstellen für die Skifahrer dar.
Keiner der 7 Raupenfahrer macht Schluß bevor er nicht selber mit seiner Arbeit zufrieden ist. Erst wenn die Piste optimal vorbereitet ist geht es in den Feierabend. Wir sind wirklich beeindruckt von der vielen Arbeit und auch der Verantwortung was die Pisten Bully Fahrer tagtäglich leisten.
Vielen Dank für das tolle Erlebniss !
Eure Verena und Corina
Die Paten für den Bereich Alpspitze – Aktiv: Verena und Corina mit den Pisten Bully Piloten Thomas und Hans und den Paten für den Bereich Genuss: Norre und Tom (… weil die Piste jetzt wieder ein Genuss ist)